„Der lachende Tod”

Eine Ausstellung von 16 Künstlern zum 80. Geburtstag der Galeristin Christine Ostermann.

Der lachende Tod

Vernissage: 13.06.2014 um 19.30 Uhr

Einführung: Heidrun Monsma
Musik: Gunda Gottschalk (Violine)

Künstlerinnen und Künstler der Ausstellung:
Sabine Comes, Mechthild Dreymann, Olaf Faustmann, Jorgo Schäfer, Renate Löbbecke, Matthias Neumann, POLO, Asti Pfannkuch, Sven Pacher, Gerhard Rossmann, Rune Speck, Dietmar Wehr, Olaf Engel, Wolf Erlbruch, Zahra Hassanabadi, Martin Berlin

Wir alle werden sterben, das weiß man und kann es doch kaum glauben. So sehr die Mode auch gerade mit Totenschädeln kokettiert, so gering fällt die offene Auseinandersetzung mit dem Tod in unserer Gesellschaft aus. Manch einer hat schon sein Wunschlied zu seiner Beerdigung ausgewählt, mehr jedoch selten.
Die Galeristin der Backstubengalerie, Christine Ostermann, die dieses Jahr 80 Jahre alt wird, geht offen mit dem Tod um. Bei ihr finden seit eh und je bereits verstorbene Besucher der Galerie einen Platz als Bild an der Küchenwand.

16 international oder lokal renommierte Künstler zeigen einen ungewöhnliche Blick auf den Tod.
Mit Objekten, Zeichnungen, Air Brush oder Mixed Media,Malerei und Skulpturen wird es keineswegs nur komisch, sondern es wird die unbeantwortbare Frage ausgelotet, ob der Tod nur schrecklich sein muss oder ob wir es auch schaffen könnten, mit einem Perspektivenwechsel uns mit ihm zu versöhnen. (Heidrun Monsma)

Programm zur Ausstellung

So 22.6. 11.30 Uhr
Harm/Wehr: Matinee – Gedichte mit Bass
Joachim P. Harms: Gedichte und Rezitation – Dietmar Wehr: Bass und Kontrabass
Die Gedichte: Joachim P. Harms, als Beobachter unterwegs, sammelt zarte und scharfe Wahrnehmungssplitter. In kurzen Gedichtzyklen öffnen sich ungewohnte Alltags-Einblicke, spiegeln sich Szenen aus der Kindheit in neuem Licht. Im Lachen der Nachbarin liegt eine Verheißung und zwischen Milchschaum und Wildhunden zeichnet der Voyeur Bilder von kompromissloser Sinnlichkeit. 1958 in Cloppenburg geboren. Dichter, Mathematiker, Pharmazeut und Flaneur. Mehrjähriger Aufenthalt in Lateinamerika, zur Zeit pendelnd zwischen New York und Wuppertal.
Gedichtband seziert vom licht. lyrische skizzen , Verlag Steinmeier
Die Musik: Dietmar Wehr interpretiert die gedichteten Worte mit seinem Kontrabass als Sockel für die zart bis grausamen Inhalte. Geboren 1955, Musiker und Maler, seit 1988 im Sinfonieorchester Wuppertal

Vorträge, jeweils 19.30 Uhr:

Do 19.6.
Trauer – Schwerstarbeit für das Gehirn Andreas Schmidt
An der Konfrontation mit Trauer, Abschied, Sterben kommt keiner von uns vorbei. Neben dem unmittelbaren Berührt-sein durch solche existenzielle Themen gibt es aber auch die Möglichkeit, dem Trauernden durch pragmatische Hilfestellung,Tipps und Ratschläge zu Hilfe zu kommen. Begriffe wie: Trauerphasen, Trauerarbeit und Trauer-Therapie belegen das Bemühen der Psychologie, das schwer fassbare Thema Trauer wissenschaftlich anzugehen. Im Vortrag wollen wir  die verschiedenen Trauer-Phasen aus neuropsychologischer Sicht.betrachten und aufzeigen, welche neue Blickwinkel sich daraus für die Trauerbewältigung ergeben können.
Andreas Schmidt ist Atemtherapeut in Wuppertal und leitet die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie bei www.therapeuten.de

Fr. 27.6.
Achtsamkeit Matthias Neumann
Achtsamkeit bedeutet, Bewusstheit darüber, was genau jetzt innen und außen passiert, und dieses gelassen, ohne emotionalen Aufruhr, zu betrachten. Matthias Neumann wird anhand seines Bildes Sprengung erläutern, wie für ihn persönlich „Achtsamkeit“ und die Entstehung seines Bildes zusammmen hängen. Matthias Neumann, 1960 in Frankfurt am Main geboren, ist Fotograf und Mitglied des Wuppertaler Sinfonieorchesters, www.matthias-neumann.com

Do. 3.7.
Tod im Film Peter Zimmermann
Anhand von Filmbeispielen wird der Zusammenhang von Tod und Liebe aufgezeigt. Peter Zimmermann war wissenschaftlicher Leiter des Hauses für Dokumentarfilm in Stuttgart und gibt Filmseminare im Fachbereich Germanistik an der Uni Wuppertal.

Do. 10.7.
Bestattungskultur Jürgen Frauenfeld
Es gibt viele Lösungen auf die Frage: Wohin mit den Toten. Die Bestattungsformen sind so vielfältig wie die Kulturen, die sie hervorgebracht haben. Praktiken in einem Kulturkreis muten in anderen oft fremd oder skurril an. Der Autor hat viel im Ausland gelebt und die jeweils unterschiedliche christliche, islamische, jüdische und hinduistische Bestattungskultur kennengelernt, über die er anschaulich berichten wird. Jürgen Frauenfeld, 1942 in Heidelberg geboren, ist Architekt und Stadtplaner aus Frankfurt am Main.

Katalog zur Ausstellung (PDF)
Termine: Vorträge zur Ausstellung (PDF)

Kuratorin: Heidrun Monsma
Finissage: 13.07.2014 ab 11 Uhr

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